In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden bei der Aufklärung eines Falles von Drogenschmuggel im Athener Stadtteil Exarchia zwei Mitarbeiter der griechischen Hafenpolizei verletzt; auch ein Staatsanwalt befand sich in Gefahr.

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Griechenlands Öffentlichkeit ist geschockt über den Tod eines Drogensüchtigen, der zuvor in ein Schmuckgeschäft eingebrochen war. Der Vorfall ereignete sich am Freitag kurz vor 15 Uhr in der Nähe des zentralen Omonia-Platzes in Athen. Der 33jährige war nach seinem Einbruch in das Geschäft dort eingeschlossen worden. Bilder von Sicherheitskameras zeigen ihn, wie er kurz darauf versucht hat, von innen die Glasfassade des Ladens mit Hilfe eines Feuerlöschers zu zertrümmern.

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Ein Großeinsatz der Drogenfahndung der griechischen Polizei ist am Montag erfolgreich gewesen: 28 Personen wurden im Athener Zentrum – vor allem um dem Amerikis-Platz herum – verhaftet;

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Für den ehemaligen Besitzer des Tankers „Noor 1“ sowie seinen Agenten forderte der Staatsanwalt am Mittwoch jeweils lebenslange Haftstrafen sowie für ersteren eine Geldbuße in Höhe von einer Million Euro. Der Justizbeamte ließ die von den Verteidigern der Angeklagten geforderte Geltendmachung von mildernden Umständen nicht gelten. Darüber hinaus sollen drei Angeklagte türkischer Herkunft zu einer lebenslangen Haft sowie zu 500.000 Euro Strafgeld verurteilt werden. Weitere drei in den geplanten Heroinschmuggel Involvierte sollen mit jeweils zwölf Jahren Gefängnis bestraft werden. Zwei der Beschuldigten, der Schiffsmechaniker sowie ein Hintermann, verstarben bereits im April im Krankenhaus, als sie sich noch in Gewahrsam der Behörden befanden. Außerdem soll es Medienberichten zufolge weitere mysteriöse Todesfälle im Zusammenhang mit der Causa „Noor 1“ gegeben haben. Ob die Richter den Vorschlägen der Staatsanwaltschaft folgen, wird sich kommenden Dienstag (2. August) herausstellen, wenn das endgültige Urteil gefällt wird.

Der Schmuggelfall betraf 2,1 Tonnen Heroin, die auf dem Tankschiff „Noor 1“ transportiert und im Juni 2014 an zwei Orten in Attika gefunden wurden. Es wird vermutet, dass das Rauschgift aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kam und über Griechenland vor allem nach Nord- und Westeuropa verkauft werden sollte. Den Marktwert des „Weißen Gifts“ schätzten Experten auf mindestens 50 Millionen Euro. Der Prozess gegen die 32 Beschuldigten begann im Oktober 2015. In der vorigen Woche hatte das zuständige Gericht 17 der Angeklagten freigesprochen. (Griechenland Zeitung / vs)

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand zum Prozessauftakt im Oktober 2015.

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Eine bislang nicht in Erscheinung getretene militante Organisation mit Namen „Bewaffnete Bürgerwehrgruppen“ hat jetzt die Verantwortung für die Ermordung eines mutmaßlichen Drogenhändlers im Athener Szeneviertel Exarchia übernommen.

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