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Jahresbericht zur Korruption in Griechenland Tagesthema

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Jahresbericht zur Korruption in Griechenland
Griechenland / Athen. Der Jahresbericht zur Korruption und Bestechung im öffentlichen Sektor und in der Kommunalverwaltung für das Jahr 2009 wurde heute in der griechischen Presse bekannt. Vorgestellt wurden die Ergebnisse vom Generalinspektor für öffentliche Verwaltung, Léandros Rakitzís (siehe Foto). Breite Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genießt vor allem ein Angestellter im Kulturministerium, der für die Bezahlung von Überstunden verantwortlich war. Auf seinem Privatkonto befanden sich neun Millionen Euro, deren Herkunft nicht klar ist.
st. Nachdem er über Überprüfungen informiert worden war, ging der Beamte in Rente. Rakitzis hat in seinem Bericht auch angegeben, dass diese Gelder nicht versteuert wurden. Einer Instruktion des ehemaligen Staatssekretärs im Finanzministerium, Antónis Bézas, zufolge müssen Gelder, deren Herkunft nicht ausgewiesen wurde, nicht versteuert werden.
Als „Barone und Feudalisten“ sähen sich, der Einschätzung von Rakitzis zufolge, Mitglieder der Kommunalen Selbstverwaltung. Sie würden Entscheidungen treffen, ohne Bericht zu erstatten. Dieses Phänomen wird sich, Rakitzis zufolge, demnächst durch ein neues Gesetz ändern. Dieses sieht vor, dass getroffene Entscheidungen im Internet veröffentlicht werden müssen.
Bemerkenswert ist im Bericht u.a. auch, dass Angestellte des Schulbauamtes teilweise höhere Monatslöhne erhalten, als der Premierminister. Bei der Firma der Athener Straßenbahn „Tram A.E.“, die an die 100 Millionen Euro Schulden angehäuft hat, ist die Einstellungsquote von 2004 bis 2009 um 250 Prozent gestiegen, ohne dass sich das Straßenbahnnetz erweitert hätte. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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