Kompostierung und Recycling sollen in Griechenland gestärkt werden

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Knapp 19 % der Abfälle in Griechenland wird recycelt. Damit liegt das Land an Platz 24 in der EU der 27. Das hat Umwelt- und Energieminister Kostis Chatzidakis in dieser Woche in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Ebenfalls einen schlechten Platz besetzt das Land bei den Deponien (Platz zwei): 80 % der Abfälle werden begraben. Zudem verfügt Griechenland über 50 illegale Deponien: 22 davon liegen auf den Inseln. Der Minister bedauerte, dass das Müllproblem auch den Tourismus herabstufe. Als Beispiel nannte er Korfu, wo sich in den vergangenen Monaten große Müllberge auf den Straßen angehäuft haben. Auf Santorin werden die Abfälle „an der Caldera“, dem Vulkankrater, verbrannt, teilte der Minister mit. Auf der Insel Lefkada gebe es nicht einmal eine Deponie. Ähnliche Probleme gibt es auch bei Ägion und Patras auf der Peloponnes, so Chatzidakis. Auch Attika sei mit einem Müllproblem konfrontiert; im Ballungsraum Athen leben immerhin 40 % der Bevölkerung des Landes.
Um dem entgegenzusteuern möchte das Umweltministerium bis zum Ende der vierjährigen Legislaturperiode die Kompostierung eingeführt haben; das Recycling soll von bisher 19 % auf 30 % steigen. (Griechenland Zeitung / eh)

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