Die große Opposition stimmt Wahl der Staatspräsidentin zu

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Oppositionschef Alexis Tsipras (SYRIZA) während eines Treffens mit der Vorsitzenden der Bewegung der Veränderung Fofi Gennimata. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Oppositionschef Alexis Tsipras (SYRIZA) während eines Treffens mit der Vorsitzenden der Bewegung der Veränderung Fofi Gennimata.

Äkaterini Sakellaropoulou wird Anfang kommender Woche voraussichtlich mit einer großen Mehrheit zur ersten Staatspräsidentin Griechenlands gewählt. Oppositionschef Alexis Tsipras kündigte am Donnerstag (16.1.) an, dass seine Partei – Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) – ihre Wahl unterstützen werde.

Es handle sich um eine ganz „bewusste Entscheidung“, kommentierte er. Er erinnerte daran, dass Sakellaropoulou im Jahr 2018 unter seiner damaligen SYRIZA-Regierung zur ersten weiblichen Präsidentin des Staatsrates gewählt worden war. Die heute amtierende konservative Regierungspartei Nea Dimokrastia (ND) hätte damals gegen ihre Kandidatur gestimmt. Tsipras stellte zudem fest, dass sich Sakellaropoulou in ihrer bisherigen Funktion als Präsidentin des Staatsrates für eine Trennung zwischen Kirche und Staat stark gemacht habe, was man in seiner Partei sehr schätze. Auch habe sie sich für Vergabe der griechischen Staatsbürgerschaft für jene ausländischen Kinder eingesetzt, die entweder in Griechenland geboren wurden oder eine griechische Schule besucht hätten, so Tsipras.
Am Donnerstag kündigte außerdem auch die Bewegung der Veränderung unter Parteichefin Fofi Gennimata an, dass die Sozialisten die Kandidatur von Sakellaropoulou unterstützten werden.
Damit deutet sich für die Juristin eine absolute Mehrheit von 266 der 300 Stimmen in der Volksvertretung an. Die ND verfügt über 158 Sitze im Parlament; SYRIZA 86 und KinAl 22. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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