Spürbar weniger Ankünfte von Asylsuchenden im März

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Die Ankunftszahlen von Asylsuchenden auf den griechischen Inseln sowie an der nordgriechischen Grenze zur Türkei, am Evros-Fluss, ist deutlich zurückgegangen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte in dieser Woche das Migrationsministerium in Athen.

Demnach seien im März 16 % weniger Ankünfte verzeichnet worden als es im Februar 2020 bzw. auch als im März 2019 der Fall gewesen ist. Zudem seien im März etwa ein Drittel (31 %) mehr Asylverfahren entschieden worden, als im Vormonat Februar. Insgesamt seien in den ersten drei Monaten des Jahres 15.960 derartiger Entscheidungen getroffen worden. Das sind 16,7 % mehr als im letzten Quartal 2019. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 139 Immigranten, denen kein Recht auf Asyl zugesagt wurde, im Rahmen des EU-Türkei-Paktes in die Türkei zurückgeschickt. Im ersten Quartal 2019 gab es 37 Rückführungen.
Dieser Statistik zufolge sind auch die Bewohner der Flüchtlingslager auf den Inseln im Osten der Ägäis im März im Vergleich zum Dezember 2019 zurückgegangen: um 5,3 %. 10.687 Personen seien von diesen Lagern auf das griechische Festland umgesiedelt worden; das sind doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2019. Am 31. März waren 36.387 Menschen in einem der Lager auf den Inseln im Osten der Ägäis untergebracht; am 31. Dezember 2019 waren es noch 38.423.
Es wird daran erinnert, dass Griechenland im März keine neuen Asylanträge mehr angenommen hatte. Hintergrund dafür war die Lage an der nordgriechischen Grenze am Evros-Fluss. Tausende Personen hatten unter türkischer Anleitung versucht, die Grenze zu stürmen, um weiter nach Westeuropa zu reisen. Inzwischen hat sich die Situation dort wieder entspannt.
Die griechische Regierung sieht als Grund für die Minderung der Ankünfte von Asylsuchenden auch eine stärkere Überwachung der Grenzen. Daran beteiligen sich in letzter Zeit u. a. auch Beamte aus Österreich und Polen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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