Leinen los: Passagierschiffe nehmen wieder Kurs auf die Inseln Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Die Sommersaison beginnt langsam aber stetig in Griechenland. Nach der Ankündigung der Normalisierung des Flugverkehrs sind nun auch die Passagierschiffe an der Reihe. Diese werden ab Montag (18.5.) wieder die Häfen der griechischen Inseln anlaufen. Es gelten jedoch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. So dürfen lediglich 50 Prozent der jeweiligen Passagierkapazität an Bord gelassen werden.

In Kabinen darf immer nur eine Person oder eine gemeinsame Familie übernachten. Sowohl die Passagiere als auch die Besatzungsmitglieder sind dazu verpflichtet, Atemschutzmasken zu tragen. Auch an Bord gilt der allgemeine Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den einzelnen Personen. Dieses gilt sowohl beim Ein- und Aussteigen, aber auch während der gesamten Reisedauer. Passagiere, die mit der Fähe von Italien nach Griechenland kommen, müssen einen entsprechenden Gesundheitsnachweis bei sich haben. Sollte ein verdächtiger Corona-Fall auftreten, so muss der jeweilige Passagier oder das Besatzungsmitglied beim nächstmöglichen Hafen das Schiff verlassen; dort wird der Betreffende von Vertretern des Gesundheitssystems übernommen. Diese Maßnahmen werden vorerst bis zum 15. Juni gelten.
Der Minister für Handelsschifffahrt und Inselpolitik Jannis Plakiotakis stellte fest, dass in den vergangenen Monaten auf den griechischen Inseln nur ganz wenige Corona-Fälle aufgetreten seien.
Regierungssprecher Stelios Petsas betonte, dass in allen öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen einer Atemschutzmaske obligatorisch sei. Nur in einem Pkw müssten Mitglieder, die zur gleichen Familie gehören, keine Maske tragen.
Staatsminister Jorgos Gerapetritis stellte fest, dass Griechenland mittlerweile als „sichere Destination“ gelte. Ab dem 1. Juli werde Hellas die ersten Gäste aus dem Ausland begrüßen.
Unterdessen bereitet sich die griechische Tourismusorganisation EOT vor allem auch auf Reisende aus dem Balkan, Israel und Zypern vor. Menschen aus diesen Herkunftsländern verbringen ihren Urlaub besonders gern in Nordgriechenland; d. h. auf der Chalkidiki, aber auch in der nordgriechischen Metropole Thessaloniki.
Nach einer Beratung per Videokonferenz mit Vertretern der Reisebranche kritisierte Oppositionschef Alexis Tsipras die Regierung scharf. Seiner Ansicht nach habe diese keinen Plan für den Wiederaufbau des Tourismus. Er regte an, dass drei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden müssten, die vor allem kleineren und mittleren Unternehmen der Reisebranche zu Gute kommen sollten. (Griechenland Zeitung / red)

 

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