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Staatspräsidentin mit Corona infiziert – Regierung lockert Schutzmaßnahmen Tagesthema

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Archivfotos (© Eurokinissi) Archivfotos (© Eurokinissi)

Es sei weiterhin notwendig, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen und strenge Maßnahmen gegen die Ausbreitung einzuhalten. Diese Einschätzung brachte Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou am Mittwoch (13.4.) in einer Mitteilung zum Ausdruck. Sie ging dabei auch auf den hohen Ansteckungsgrad der Omikron-Variante ein. Sie selbst sei mit Covid-19 infiziert worden, zum Glück seien die Symptome nur sehr leicht, weil sie dreimal gegen das Virus geimpft worden sei.

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Ebenfalls am Mittwoch hatte Gesundheitsminister Thanos Plevris eine Lockerung der Corona-Maßnahmen für den Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August angekündigt. Demnach ist in den Sommermonaten lediglich in öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes obligatorisch. Das gilt etwa für Busse des öffentlichen Nahverkehrs sowie für Straßen- und U-Bahnen, aber auch für Reisebusse, Züge, Flugzeuge und für die Innenräume auf Fährschiffen. Außer Kraft gesetzt wird hingegen im genannten Zeitraum die Vorlage des Impfstatus bzw. eines negativen Corona-Tests.
Ab Freitag dieser Woche (15.4) werden auch die Geldstrafen in Höhe von 100 Euro pro Monat für Ungeimpfte in der Altersgruppe der über 60-Jährigen abgeschafft.

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Aus den Reihen der größten Oppositionspartei des Landes SYRIZA wurde kritisiert, dass die Regierung „erneut, verantwortungslos und unüberlegt das Ende der Pandemie ankündigt“. Der Gesundheitsminister im Schattenkabinett SYRIZA Andreas Xanthos stellte fest, dass „die Tragödie mit 50 bis 70 Todesfällen pro Tag nicht rückgängig zu machen ist“. Es sei offensichtlich, dass die Regierung die falsche Botschaft vermitteln wolle: „Wir öffnen den Tourismus, egal was passiert“, kritisierte Xanthos.
Ähnlich reagierte auch die sozialistische Βewegung der Veränderung (KinAl) auf die Ankündigungen von Plevris. Diese erfolgten zu einem Zeitpunkt an dem Griechenland „täglich mehrere Dutzend Tote und insgesamt 28.000 Menschenleben betrauert“. Die angekündigten Maßnahmen würden erneut „das Impfprogramm unterminieren“, so die KinAl in einer Pressemitteilung.

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Die ebenfalls im Parlament vertretene kommunistische Partei (KKE) räumte ein, dass die Regierung jeglichen Versuch, gegen der Pandemie vorzubeugen, aufgegeben habe. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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