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Zweitinstanzlicher Prozess gegen die Chryssi Avgi auf Ende Juli vertagt Tagesthema

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Foto (© Eurokinissi) zeigt Jannis Lagos Foto (© Eurokinissi) zeigt Jannis Lagos

Ein bereits am 15. Juni begonnene Prozess in zweiter Instanz gegen die faschistische Partei Chryssi Avgi (CA) wurde auf den 26. Juli vertagt. Grund ist der gesundheitliche Zustand des Parteichefs Nikos Michaloliakos, der an einer schweren Covid-19-Erkrankung leidet und auf einer Intensivstation behandelt werden musste.

In erster Instanz hatte das Gericht ihn und weitere hochrangige CA-Mitglieder zu 13 Jahren Haft wegen der Leitung einer kriminellen Organisation verurteilt. Im jetzigen zweitinstanzlichen Prozess wollen viele der Betroffenen Haftentlassungen oder zumindest eine Reduzierung des Strafmaßes erwirken. Insgesamt müssen sich 56 Personen erneut dem Richter stellen. 146 Zeugen werden um ihre Aussagen gebeten.
Abgelehnt worden war bereits am Mittwoch dieser Woche (6.7.) eine Haftentlassung des faschistischen Europaparlamentariers Jannis Lagos und drei weiterer Verurteilter; ihre Anwälte hatten eine Umwandlung in eine Bewährungsstrafe gefordert. Lagos bekennt sich weiterhin öffentlich zu seiner faschistischen Ideologie und erklärte: „Ich bin Nazi und Faschist. Gibt es ein Gesetz, das das verbietet?“ Die parlamentarische Immunität von Lagos war durch das Europäische Parlament am 27. April 2021 aufgehoben worden, was den Weg für seine Hafteinweisung frei machte. Am 7. Oktober 2020 war die Führung und die gesamte Partei in einem fünf Jahre dauernden Prozess wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt worden.
Die Betreffenden wurden eines Mordes und zahlreicher Gewalttaten gegen Ausländer, Migranten und politische Gegner für schuldig befunden. Die Justiz war am 18. September 2013 durch die Ermordung des Rappers Pavlos Fyssas auf den Plan gerufen worden, wobei die CA die Fäden gezogen hatte.

(Griechenland Zeitung / eh)

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