Inmitten wachsender Spannungen im Nahen Osten demonstrieren Athen und Nikosia Geschlossenheit. Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Dendias bekräftigte bei einem Besuch in der zyprischen Hauptstadt die strategische Partnerschaft beider Länder.
Griechenland und Zypern werden ihre „regelmäßigen Kontakte in voller Übereinstimmung fortsetzen – getragen von einem gemeinsamen Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern“ der beiden Länder. Das stellte am Dienstag (3.3.) Verteidigungsminister Nikos Dendias nach einem offiziellen Besuch in Nikosia fest. Hier hatte er sich u. a. mit Zypernpräsident Nikos Christodoulidis und seinem Amtskollegen Vassilis Palmas getroffen. Begleitet wurde er vom Generalstabschef der griechischen Streitkräfte, General Dimitrios Choupis.
Bei den Unterredungen ging es allgemein um die Situation im Nahen Osten und vor allem auch über die Tatsache, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag (1./2.3.) auf Zypern der Stützpunkt der britischen Luftwaffe bei Akrotiri im Süden der Insel von einer Drohne getroffen wurde. Es wurden leichte Sachschäden gemeldet; verletzt wurde niemand.
Gegenüber Christodoulidis stellte Dendias fest: „In der Tat erlebt unsere weitere Region schwierige Zeiten.“ Und er bekräftigte die Absicht Griechenlands, „Zypern, dem zyprischen Volk und allen rechtmäßigen Einwohnerinnen und Einwohnern im Rahmen seiner Kräfte und Möglichkeiten jede erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen“.
Gegenüber Valmas fasste Dendias zusammen, dass man „einen bestmöglichen Schulterschluss bei der Koordinierung der Maßnahmen beider Staaten im Bereich der Verteidigung“ anstrebe.
Von beiden Seiten wurde betont, dass sich „Zypern nicht an den militärischen Operationen gegen den Iran beteiligt“. Auf dem Militärflughafen „Andreas Papandreou“ befinden sich bereits vier griechische Kampfjets des Typs F-16, die in dieser Woche dorthin verlegt wurden. Am Mittwoch werden auch zwei Fregatten erwartet. Darunter ist die Fregatte „Kimon“ – ein Schiff der Belharra-Klasse französischer Bauart – die Dendias als die „modernste Fregatte der Welt“ bezeichnet hatte. (Griechenland Zeitung / eh)