Die Partei ELAS von Alexis Tsipras hat die Zusammensetzung einer 75-köpfigen Politischen Kommission angekündigt. Dabei handelt es sich um einen weiteren Schritt beim Aufbau der Organisationsstruktur dieser Partei.
Generalsekretär der Kommission wurde Miltiadis Chatzigiannakis. Das Gremium soll die politische Linie, die Parteiarbeit und die internen Strukturen koordinieren. Aus der ELAS hieß es, dass man nun auch organisatorisch auf die kommenden Parlamentswahlen vorbereitet sei. In diesem Parteigremium sind neben Alexis Tsipras weitere Politiker, aber auch Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft vertreten.
Der frühere Regierungschef Tsipras (2015-2019) hatte die Gründung seiner neuen Partei bereits im Frühling angekündigt; am 26. Mai wurde sie der Öffentlichkeit präsentiert.
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Sie setzt laut ihrer Gründungserklärung auf soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Reformen und eine Neuordnung der politischen Landschaft in Griechenland. Am 28. Mai 2026 wurde die ELAS formell beim Obersten Gerichtshof registriert und damit als Partei legalisiert.
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Nicht zu verwechseln ist diese Partei mit der einstigen Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS. Es handelte sich dabei um die – kommunistisch geführte – größte griechische Widerstandsorganisation im Zweiten Weltkrieg. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist die ELAS unter Tsipras mit der Griechischen Polizei, die ebenfalls unter dem Akronym ELAS bekannt ist. Die Nutzung dieser vier Buchstaben, um eine politische Partei zu benennen, hatte in Griechenland für scharfe öffentliche Diskussionen gesorgt.
Die ELAS liegt derzeit bei jüngsten Umfragen an zweiter Stelle in der Wählergunst. Die Führung seiner früheren Partei, Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), hatte Tsipras nach den Parlamentswahlen 2023 niedergelegt, weil er in zwei aufeinanderfolgenden Urnengängen eine deutliche Wahlniederlage gegen den amtierenden Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hinnehmen musste. Die einstige Regierungspartei SYRIZA (2015-2019) befindet sich inzwischen in einer schwierigen Lage: Immer mehr Parlamentarier kehren ihr den Rücken.
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Während sie 2023 mit 17,83 Prozent der Stimmen und 47 Abgeordneten zweitstärkste Kraft im Parlament wurde, verfügt sie derzeit nur noch über acht Mandate. Nachdem Mitte Juli Sokratis Famellos von der Führungsspitze zurückgetreten war, war am Wochenende Rena Dourou zur neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. (Griechenland Zeitung / eh)