Tourismus in den Startlöchern: mehr Flüge und größere Abstände am Strand

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Unser Archivfoto (© Griechenland Zeitung / Elisa Hübel) entstand auf der Insel Skopelos. Unser Archivfoto (© Griechenland Zeitung / Elisa Hübel) entstand auf der Insel Skopelos.

In Griechenland beginnt nun doch noch die Tourismussaison. Gaststätten und Cafés empfangen bereits die ersten Gäste. Ab Mitte Juni werden die ersten Urlauber erwartet. Es gelten strenge Vorschriften, damit sich das Coronavirus nicht ausbreiten kann. So wurden am Dienstag (2.6.) die Sicherheitsbestimmungen für die Strände bekannt gegeben.

Strandcafés dürfen selbst zubereiteten Kaffee und Orangensaft servieren; sonstige Getränke und Lebensmittel dürfen aber nur abgepackt verkauft werden. Zudem ist streng verboten, dass die jeweiligen Cafés oder Bars Musik spielen – denn dadurch könnten spontane Partys entstehen, glauben die Experten.
Des Weiteren sind maximal 40 Personen pro 1.000 Quadratmeter Strand erlaubt. Zwischen zwei Strandschirmen muss ein Mindestabstand von mindestens vier Metern bestehen. Zwei Liegen, die nicht zum selben Schirm gehören, müssen mindestens eineinhalb Meter voneinander entfernt sein. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben drohen den Verantwortlichen drakonische Bußgelder zwischen 5.000 bis 25.000 Euro.
Um den Inlandtourismus zu fördern, sollen 70 Millionen Euro in diesen Bereich fließen, so Tourismusminister Charis Theocharis. Vom Programm „Tourismus für alle“ sollen etwa 250.000 Personen profitieren, die kostenlos in Griechenland ihren Urlaub verbringen können. Der Minister für Handelsschifffahrt Jannis Plakiotakis will die griechische Schifffahrt zu Corona-Zeiten mit 15 Millionen Euro unterstützen.
Am Montag dieser Woche (1. Juni) landeten und starteten 230 Flugzeuge auf dem Athener internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos“; bei 75 % davon handelte es sich um Inlandsflüge, stellte Transportminister Kostas Karamanlis fest. Zum Vergleich: Am 1. Juni 2019 lag das Aufkommen bei 730 Flügen, so der Minister.
Ab dem 15. Juni werden sämtliche Flüge aus Ländern, die eine ähnlich unbedenkliche Situation bezüglich der Ausbreitung der Corona-Pandemie aufweisen wie Griechenland, wieder nach Athen und Thessaloniki erlaubt. Am 1. Juli gehen auch in den anderen Landesteilen die Flughäfen wieder in Betrieb.
Unterdessen haben auch die Fluggesellschaften Volotea und Wizz Air wieder mehr Flüge im Inland geplant. Zudem fliegen sie Auslandsdestinationen wie etwa Wien oder Budapest an.
Die Griechenland Zeitung veröffentlicht in der Ausgabe von dieser Woche (GZ 728) ein zweiseitiges Interview mit Tourismusminister Charis Theocharis, in dem dieser Einzelheiten für die bevorstehende Saison mitteilt. (Griechenland Zeitung / eh)


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