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Montag, 07. Mai 2012 00:32
Regierungsbildung in Griechenland gestaltet sich äußerst schwierig TT
Das politische System in Griechenland steht vor neuen
Herausforderungen. Mit dem bisher vorliegenden Wahlergebnis der
vorgezogenen Parlamentswahlen vom Sonntag werden die Karten völlig
neu gemischt. Die beiden bisherigen Volksparteien wurden
demontiert, am dramatischsten die Panhellenische Sozialistische
Bewegung PASOK; äußerst enttäuschend verlief der Urnengang auch für
die konservative Nea Dimokratia (ND), die bis zuletzt eine absolute
Mehrheit „gefordert" hatte. Größter Gewinner ist das Linksbündnis
SYRIZA, das zur zweitstärksten Partei aufstieg. Nach dem
vorläufigen Endergebnis und nach Auszählung von fast
99,97 % der Stimmen, ergibt sich folgendes Bild: 18,85 % für die ND
(108 Sitze), darauf folgen die SYRIZA (16,78 %; 52 Sitze), die
PASOK (13,18 %; 41 Sitze), die rechtspopulistischen „Unabhängigen
Griechen" (10,60 %; 33 Sitze), die Kommunistische Partei KKE (8,48
%; 26 Sitze), die rechtsextreme „Chryssi Avgi" (6,97 %; 21
Sitze) und die Demokratische Linke (6,10 %; 19 Sitze).
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Montag, 13. Februar 2012 02:20
Kreditvertrag abgesegnet – Parteien im Dilemma TT
Das griechische Parlament verabschiedete in der Nacht von Sonntag
auf Montag mit großer Mehrheit ein neues Sparprogramm. Die
offizielle Parteilinie ignorierten jedoch nicht wenige Funktionäre.
199 Abgeordnete (der insgesamt 300) stimmten für den Kreditvertrag
mit den internationalen Gläubigern sowie den Schuldenschnitt, 74
mit „Nein", 5 votierten mit „anwesend". Am Rande von Protesten kam
es zu schweren Ausschreitungen. Mehrere Gebäude im Zentrum Athens
gingen in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert.
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Dienstag, 13. Dezember 2011 15:32
Griechenland im Schatten der Rezession TT
In der griechischen Hauptstadt geben sich in diesen Tagen
Politiker, Banker und Technokraten unterschiedlichster
Couleur die Klinke in die Hand. Im Mittelpunkt der Verhandlungen
stehen der Schuldenschnitt bei den griechischen Anleihen um 50 %
sowie der neue Kreditvertrag mit den damit verbundenen Maßnahmen.
Nicht zuletzt wollen Vertreter der EU technische Hilfe leisten, um
mit Geldern aus Brüssel eine effizientere Wachstumspolitik zu
gewährleisten. Die Zeit drängt: Die Rezession hat nach wie vor
nichts von ihrer Intensität verloren und erreichte in den ersten
drei Quartalen dieses Jahres 6,9 %. In dieser Woche wird in Athen
der Chef des Internationalen Bankenverbandes (IIF), Charles
Dallara, erwartet.
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Sonntag, 06. November 2011 15:31
Regierung der Nationalen Einheit: Einigung nach Krisengipfel mit Staatspräsidenten TT
Premierminister Jorgos Papandreou (PASOK) und Oppositionsführer
Antonis Samaras (Nea Dimokratia) haben sich grundsätzlich über die
Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit geeinigt. Der
Konsens konnte nach einem Treffen der beiden Politiker unter
Vorsitz des Staatspräsidenten Karolos Papoulias am Sonntag Abend
erreicht werden. In einer Mitteilung der Präsidentschaftskanzlei
hieß es, dass sich Papandreou und Samaras auf eine
Übergangsregierung geeinigt haben, der nicht Papandreou vorstehen
wird. Ihr Ziel soll die Umsetzung der Beschlüsse der EU vom 26.
Oktober sein, danach sollen, voraussichtlich im Februar
2012, Wahlen stattfinden.
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Donnerstag, 03. November 2011 09:56
Referendum rückt in weite Ferne – breiterer Konsens keine Utopie mehr TT
Hoch gepokert und verloren. So schien es für einige Stunden. Der
Rücktritt des griechischen Premiers Jorgos Papandreous von der
sozialdemokratischen PASOK-Partei stand für viele Medien schon
fest. Er hatte mit seiner angekündigten Volksabstimmung über das
jüngste Griechenland-Programm der Eurozone einen politischen
Befreiungsschlag versucht, der zum Scheitern verurteilt schien.
Papandreou wollte damit von seinen Bürgern, aber in erster Linie
auch von der konservativen ND, der größten Oppositionspartei, eine
Zustimmung zum neuen Hilfspaket der EU und den damit verbundenen
Auflagen „erpressen“ – wie ihm seine Kritiker vorwarfen.
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