In Teilen der Peloponnes haben anhaltende Niederschläge zu nachhaltigen Problemen geführt. In der Nähe von Patras trat ein Nebenfluss über das Ufer. In Messenien auf der Peloponnes ist ein ganzes Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Die Straße, die nach Kalamata führt, wurde durch die anhaltenden Regenfälle unbefahrbar. Stark beschädigt wurde noch eine zweite Straße, die ebenfalls zum Dorf führt.

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Stürmische Südwinde, die bis zu 150 Stundenkilometer erreichten, deckten am Mittwoch fast ganz Griechenland mit einer riesigen Staubwolke aus Nordafrika ein. In der Athener Innenstadt zum Beispiel konnte man die Akropolis nur noch als blassen Schemen im gelbbraunen Dunst ausmachen, die Luft roch nach Erde und ein kurzer Regen bedeckte die Autos mit einer dünnen Schlammschicht.
In ganz Griechenland schossen die Feinstaubwerte in teils ungekannte Höhen. Besonders schlimm war es auf Kreta und der Peloponnes. Wie der Meteorologe Kostas Lagouvardos der Zeitung „TaNea“ (Donnerstagsausgabe) sagte, lagen die Feinstaubwerte in Chania auf Kreta bei 2.150 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und in der südpeloponnesischen Kleinstadt Methoni bei 800 Mikrogramm. Das war bis zu 43 Mal höher als der offizielle EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm.
In Athen und Attika war die Lage trotz trüber Sicht deutlich besser: Hier überschritten die Werte nach Angaben des griechischen Umweltministeriums die Marke von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht. Über den Tag verteilt betrugen die Durchschnittswerte in Attika demnach 25 bis 100 Mikrogramm.
(Griechenland Zeitung / ak)

Unser Foto (©Eurokinissi) entstand am Mittwoch und zeigt die vom Sahara-Staub bedeckte griechische Hauptstadt Athen.

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Dienstag, 21. Mai 2013 15:08

Wolke aus Saharastaub über Athen P

Der Himmel über Athen und Attika ist seit dem Wochenende von Staub aus Afrika bedeckt. Die Staubwolke sorgt für eine trübe Atmosphäre. Vor allem Blütenpollen können in dieser Atmosphäre geballt auftreten, was sich bei Menschen mit Blütenallergien verstärkt bemerkbar machen kann. Grund für dieses Phänomen sind die Südwinde, die in diesen Tagen in der griechischen Hauptstadt herrschen. Beobachtet wird dieser „Saharastaub“, wie er im Volksmund heißt, in Athen vor allem in den Monaten zwischen April und Juni.
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