Reise durch das Kulturerbe: internationaler Leuchtturmtag – mit gratis Besichtigungen Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt einen stillgelegten Leuchtturm auf der Insel Amorgos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt einen stillgelegten Leuchtturm auf der Insel Amorgos.

Am Sonntag wird die Gelegenheit geboten, in ganz Griechenland zahlreiche Leuchttürme zu besichtigen. Anlass dafür ist der internationale Leuchtturmtag. – Nach den Balkankriegen, hatten vor allem auch Frauen die Aufgabe des Leuchtturmwärters übernommen.

Griechenland wird sich auch dieses Jahr am internationalen Leuchtturmtag beteiligen. Aus diesem Anlass werden am Sonntag (18. August) landesweit 28 Leuchttürme für das Publikum geöffnet sein.
Der internationale Leuchtturmtag wird seit sechszehnen Jahren jedes dritte Wochenende im August gefeiert. Dieses Jahr fällt dieser Termin auf den 17. und den 18. August. Vor allem am Sonntag werden aus diesem Anlass in 40 Ländern etwa 500 Leuchttürme für das Publikum ihre Pforten öffnen.

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Der Leuchtturm am Weg „Gyros tis Arvanitias“ in Nafplion.

Leuchtturmbesichtigung landesweit
Auch in Griechenland kann das interessierte Publikum in den Genuss kommen, über die Bedeutung der Leuchttürme für das Kulturerbe des Landes sowie über ihre Bedeutung für die Sicherheit auf See mehr zu erfahren. Am 18. August werden 28 Leuchttürme in ganz Hellas zwischen 10 und 20 Uhr ihre Türe öffnen. U. a. handelt es sich konkret um Türme auf den Inseln Kea, Santorin, Kythira, Kefalonia, Skopelos, Zakynthos, Limnos, Ikaria, Serifos, Lefkada, Paros und Psara. Außerdem werden die Leuchttürme in den Gegenden Arkitsa (Fthiotida), Vrysaki (Lavrion), Drepano (Achaia sowie der gleichnamige in Chania), Kassandra (Chalkidiki), Katakolo (Ilia), Kranai (Gythio), Megalo Emvolo (Thessaloniki), Melagavi (Loutraki), Alexandroupolis, Tainarou und Monemvasia (Lakonia), Vassilina (Euböa), Kopräna (Arta) und Kaki Kefali (Chalkida) für Besichtigungen geöffnet sein.

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Der Leuchtturm von Monemvassia auf der Peloponnes, dient heute als Museum.

Die Leuchtturmwärterinnen
Ein interessanter Aspekt über die Geschichte der Leuchttürme in Griechenland ist, dass in den Jahren zwischen 1920 und 1935 etwa 50 Frauen als Leuchtturmwärterinnen gearbeitet haben. Sie wurden zunächst mit befristeten Verträgen für bis zu zwei Monaten eingestellt, die jedoch je nach Bedarf verlängert wurden. Die Behörde des griechischen Leuchtturmdienstes teilt mit, dass nach den Balkankriegen (1912-1913) und der Vereinigung mit Kreta, den Inseln der Ostägäis sowie Makedonien, der Bedarf an Leuchtturmwärtern deutlich gestiegen sei. Die griechische Regierung hatte die damaligen Wärter in diesen Gegenden vorsichtshalber entlassen, da die Gefahr bestanden habe, dass sie eventuell noch den vertriebenen Ottomanen treu gesinnt sein könnten, was damals als Sicherheitsrisiko galt. Bei den eingestellten Frauen handelt es sich überwiegend um Ehefrauen oder Töchter von Leuchtturmwärtern, die aus der eigenen Erfahrung in aller Regel sehr gut Bescheid wussten, was bei dieser Tätigkeit alles zu beachten ist; sie wurden in den meisten Fällen aus anderen Regionen des Landes hierher beordert. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

Unter diesem Link finden Sie eine Fotostrecke zu den Leuchttürmen in Griechenland.

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