Schulstart für Flüchtlingskinder in Mittelgriechenland Tagesthema

  • geschrieben von 
Unser Foto entstand am Samstag in Perama, einer Arbeitervorstadt in der Nähe von Piräus. Durchgeführt wurde hier eine antifaschistische Kundgebung, bei der Solidarität mit den Flüchtlingen bekundet wurde. Vorn im Bild Panagiotis Lafazanis, Vorsitzender der nicht im Parlament vertretenen LAE. Lafazanis war im ersten Kabinett vom 27. Januar 2015 unter Premier Alexis Tsipras Minister für produktiven Wiederaufbau, Umwelt und Energie. Später verließ er SYRIZA und gründete die LAE. Unser Foto entstand am Samstag in Perama, einer Arbeitervorstadt in der Nähe von Piräus. Durchgeführt wurde hier eine antifaschistische Kundgebung, bei der Solidarität mit den Flüchtlingen bekundet wurde. Vorn im Bild Panagiotis Lafazanis, Vorsitzender der nicht im Parlament vertretenen LAE. Lafazanis war im ersten Kabinett vom 27. Januar 2015 unter Premier Alexis Tsipras Minister für produktiven Wiederaufbau, Umwelt und Energie. Später verließ er SYRIZA und gründete die LAE.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich am Montag mit den Bürgermeistern der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros getroffen. Diese Inseln sind am stärksten vom Flüchtlingsstrom betroffen. Während der Unterredungen erklärte sich Tsipras einverstanden, ein Entwicklungs- und Sozialprogramm für diese Inseln zu realisieren. Die Bürgermeister haben darauf hingewiesen, dass die Sicherheit der Bürger verbessert und das Personal der Asylbehörden verstärkt werden müssten. Außerdem forderten sie eine Umsiedlung von Flüchtlingen auf das Festland.   


Auf den Inseln der Ostägäis halten sich derzeit mehr als 15.000 Menschen auf, die einen Antrag auf Asyl gestellt haben. Im ganzen Land leben 62.300 Flüchtlinge. Darunter sind auch viele Kinder. In Griechenland gilt per Gesetz eine Schulpflicht, die alle Kinder betrifft. Wie die Zeitung „To Ethnos“ berichtet, seien alle Kinder von Flüchtlingen, die in Griechenland leben, gegen gefährliche Krankheiten geimpft. Das Blatt bezieht sich auf Informationen des Gesundheitsministeriums und des griechischen Zentrums zur Vorbeugung gegen Krankheiten (KELPNO). Der Bericht wurde von vielen Beobachtern als Antwort an einige Elternverbände aufgefasst, die Beschwerdebriefe verfasst bzw. Aktionen gegen die Beschulung von Flüchtlingskindern in öffentlichen Schulen durchgeführt haben. In vielen Fällen erklärten die Verbände, dass sie zu wenig über die konkreten Bedingungen, unter denen die Flüchtlingskinder Unterricht erhalten, informiert worden seien.
In dieser Woche werden etwa 100 Schüler in drei Schulen in der mittelgriechischen Stadt Larissa das erste Mal seit ihrer Ankunft in Griechenland die Schulbank drücken. Bereits in der vorigen Woche hat die erste Schulglocke für 15 Grundschulschüler bei Volos und für 15 weitere in Trikala geläutet. Vorangegangen war in der vorigen Woche ein Übergriff von Neonazis gegen Pädagogen in einer Schule, wo Flüchtlingskinder unterrichtet werden sollen. (Griechenland Zeitung / eh)



Nach oben