Parlamentsdebatte: Sinkende Kriminalität in Griechenland

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Parlamentsdebatte: Sinkende Kriminalität in Griechenland

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Freitag während der „Stunde des Premierministers“ im Parlament über das Thema Kriminalität referiert. Eine entsprechende Anfrage hatte die konservative Nea Dimokratia (ND) gestellt.

Er übergab der Öffentlichkeit Daten der griechischen Polizei ELAS aus dem ersten Halbjahr 2017 und verglich diese mit dem Vergleichszeitraum 2016. Demnach sind vor allem Straftaten wie Betrug und Fälschung – den Worten des Premiers zufolge „klare Phänomene der Krise“ – zurückgegangen. Rückläufig waren auch Einbrüche in Geschäfte (- 6,8 %) sowie in Häuser bzw. Wohnungen (- 8,6 %). Auch die Kriminalität auf der Straße sei im Sinken begriffen: Diebstähle von Handtaschen etwa seien um 67 % zurückgegangen. Bei Raubüberfällen auf Supermärkte sei ein Minus von 21,5 % zu verzeichnen. Premierminister Tsipras wies in seinen Ausführungen außerdem drauf hin, dass das Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen voller Touristen sei. Auch das wertete er als Beweis für eine zunehmende Sicherheit auf öffentlichen Straßen und Plätzen.
Heftige Kritik übte Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis (ND). Er stellte fest, dass die derzeitige Regierung „die Türen der Gefängnisse geöffnet“ habe. Fast 2.000 Haftinsassen, die für schwere Straftaten verurteilt worden waren, seien dadurch auf freiem Fuß. „Viele von ihnen“, so der Konservative, „kehren zum Verbrechen zurück“. Einige von ihnen hätten sogar noch schlimmere Straftaten verübt als jene, für die sie verurteilt wurden. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi)

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