Tödliche Waldbrände ziehen Führungswechsel bei Polizei und Feuerwehr nach sich Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Der Regierungsrat für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung (KYSEA) hat am Sonntag Veränderungen bei der Führungsspitze der griechischen Feuerwehr und Polizei angekündigt. Anlass dafür sind die verheerenden Waldbrände, die Ende Juli in Attika gewütet haben. Im Badeort Mati im Osten Attikas haben mindestens 91 Menschen in den Flammen ihr Leben verloren.


Neuer Chef der griechischen Feuerwehr wird der bisherige Vizechef Vassilios Mathäopoulos. Er stammt aus Arkadien auf der Peloponnes, wo er 1966 geboren wurde. Er ersetzt Sotirios Terzoudis, der erst im vergangenen Februar die Leitung der Feuerwehr übernommen hatte.
Und auch die Polizei hat einen neuen Präsidenten; übernommen hat der 58jährige Generalleutnant Aristidis Andrikopoulos. Er ersetzt Konstantinos Tsouvalas, der ebenfalls erst Mitte Februar Polizeipräsident geworden war.
Die Oppositionspartei Nea Dimokratia wirft der Regierung vor, bei der Wahl der neuen Führungsspitze bei Polizei und Feuerwehr parteipolitische Kriterien zu Grunde gelegt zu haben.
Bereits am Freitag war der für Bürgerschutz verantwortliche stellvertretende Innenminister Nikos Toskas zurückgetreten. Diesem unterstanden u. a. Feuerwehr und Polizei. Dieses Ressort wird nun aufgelöst. Diese Verantwortungsbereich übernimmt direkt Innenminister Panos Skourletis. (Griechenland Zeitung / eh)

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