Tsipras‘ Angebot an die politische Mitte stößt auf Ablehnung

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Ministerpräsident Alexis Tsipras. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Ministerpräsident Alexis Tsipras steuert mit seinem Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) mit Volldampf auf die Europawahlen zu. Am Dienstag hat er die Kräfte der politischen Mitte seines Landes dazu aufgerufen sich zusammenzutun. Gerichtet war dieser Appell sowohl an Parteien als auch an die Wähler. Gemeinsam müsse man eine Front gegen den Rassismus und den Anstieg der Rechtsextremen in Europa bilden, so Tsipras.

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Fofi Gennimata

Allerdings wollen bei weitem nicht alle der angesprochenen Parteien diesem Aufruf Folge leisten, darunter die Bewegung der Veränderung (KinAl) sowie die liberale To Potami. KinAl-Chefin Fofi Gennimata konterte mit einem donnernden „Nein“ auf dem Vorschlag des SYRIZA-Chefs. Es gebe bereits eine Front gegen die Rechtsextremen und den Populismus in Europa, so Gennimata. Repräsentiert werde diese von der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und deren Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten Frans Timmermans. Die KinAl ist durch die PASOK, die der Bewegung der Veränderung angehört, Mitglied der SPE.

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Stavros Theodorakis

Auf wenig Zustimmung stieß der Kommentar von Tsipras auch bei „To Potami“. Parteichef Stavros Theodorakis stellte fest, dass es vielmehr um eine Front gehen müsse, die auch den Kampf gegen den Populismus ausfechten müsse.
Die Rede von Theodorakis fand angesichts des fünfjährigen Jubiläums der Liberalen statt. Dabei wurden auch die Kandidaten der Partei für die Europawahlen angekündigt. In allen Fällen handelt es sich um Griechen, die im europäischen Ausland wohnen: U. a. in Frankfurt, Hannover und Salzburg. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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