In Flüchtlingslagern bisher keine Infektionen mit Coronavirus Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Migrationsminister Notis Mitarakis. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Migrationsminister Notis Mitarakis.

In den Flüchtlingslagern ganz Griechenlands gibt es bisher keine Infektionen mit Covid-19. Das stellte Migrationsminister Notis Mitarakis am Donnerstag (26.3.) während einer Rede im Parlament fest. Das liege vor allem daran, dass Asylsuchende, die seit dem 1. März nach Griechenland gekommen seien, nicht in den herkömmlichen Lagern untergebracht würden, so Mitarakis.

Nachdem tausende Immigranten Ende Februar versucht hatten, die nordgriechische Grenze am Evros-Fluss zu stürmen, hatte Athen jegliches Asylverfahren gestoppt. Selbst Flüchtlinge aus Syrien werden repatriiert.
Mitarakis erklärte am Donnerstag, dass etwa 42.000 Flüchtlinge und Immigranten in Lagern auf den Inseln im Osten der Ägäis unmittelbar gegenüber der türkischen Küste, untergebracht seien. Noch im laufenden Jahr sollen mehr als die Hälfte dieser Menschen diese Lager verlassen haben. Ziel der Regierung sei es nach wie vor, geschlossene Lager für Asylsuchende auf diesen Inseln, aber auch auf dem Festland einzurichten. Griechenland bewirbt ein Repatriierungsprogramm, das von der EU unterstützt wird. Auf dieser Basis sollen Immigranten, die kein Recht auf Asyl haben, freiwillig in ihre Heimat zurückkehren. Als Gegenleistung erhalten sie 2.000 Euro, damit sie sich in ihrer Heimat wieder integrieren können. Eingerichtet wurden bereits in den vergangenen zwei Wochen zwei geschlossene Flüchtlingslager bei Malakassa sowie in der Nähe von Serres.
In einem Fernsehinterview gegenüber dem staatlichen Fernsehsender ERT hatte Mitarakis in dieser Woche zudem festgestellt, dass für die Flüchtlinge auf den Inseln strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus herrschen würden, als das in zivilen Gemeinden vor Ort der Fall sei. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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