32 Mrd. Euro Unterstützung für Griechenland Tagesthema

  • geschrieben von 
Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Premierminister Kyriakos Mitsotakis. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Premierminister Kyriakos Mitsotakis.

„Es handelt sich um ein ehrgeiziges Programm, das gleichzeitig auch realistisch ist.“ Mit diesen Worten begrüßte Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis das Konjunkturprogramm der EU-Kommission in Höhe von 750 Milliarden Euro. Insgesamt bekommt Athen davon 32 Mrd. Euro. Vorgesehen sind zunächst 22,5 Mrd. Euro in Form direkter Fördermittel; bei weiteren 9,5 Mrd. Euro handelt es sich um Darlehen „zu sehr günstigen Bedingungen“, erklärte der Premier.

Dadurch befinde sich Griechenland unter jenen Ländern, die aus diesem Paket den größten Nutzen ziehen würden. Nun gelte es, dieses Geld „mit Vernunft auszugeben“, konstatierte Mitsotakis.
Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament Manfred Weber sagte: „Die europäische Solidarität ist zurück, und wir schlagen ein neues Kapitel für die EU auf.“ Das Geld müsse jedoch „für neue Ideen und nicht für die alten Probleme Europas ausgegeben werden … Solidarität geht Hand in Hand mit Verantwortung“, so der EVP-Politiker, dessen Fraktion auch die konservative griechische Regierungspartei Nea Dimokratie angehört.
Der Vorsitzende der Fraktion „Renew Europe“ im Europäischen Parlament Dacian Cioloș sprach von einem „Game-Changer“, der beispiellos in der Geschichte Europas sei. Er fügte jedoch hinzu, dass die EU „kein Geldautomat“ sei. Solidarität sei verbunden „mit Werten“.
Aus den Reihen der griechischen Oppositionspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) bezeichnete man viele Aspekte des europäischen Wiederaufbauplans als positiv. Allerdings warnte man vor der „Gefahr“, dass diese Hilfsgelder in Korruptions-Kanäle fließen könnten. Außerdem stünde noch ein langer Weg bevor, bis dieses Programm beim nächsten EU-Gipfeltreffen genehmigt werden könne. (Griechenland Zeitung / red)

 

 

Nach oben