Großeinsatz der Feuerwehr – Waldbrand bei Sarti auf der Chalkidiki

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt ein Löschflugzeug des Typs Canadair. Dieses ist 2015 während eines Großbrandes bei Ouranoupolis, ebenfalls auf der Chalkidiki, im Einsatz gewesen. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt ein Löschflugzeug des Typs Canadair. Dieses ist 2015 während eines Großbrandes bei Ouranoupolis, ebenfalls auf der Chalkidiki, im Einsatz gewesen.

Zum zweiten Tag in Folge wütet in Sinthonia auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki ein Waldbrand. Den Flammen zum Opfer gefallen sind bisher 300 bis 400 Hektar Kiefernwald. Ausgebrochen ist das Feuer um 5.40 Uhr am Donnerstagmorgen offenbar in der Nähe des Strandes Kavourotrypes. Ursache war den bisherigen Ermittlungen zufolge der Sturz eines Baumes auf einen Strommast, der sich mitten im Wald befand.


In der Gegend haben am Donnerstagvormittag Winde mit einer Stärke von bis zu sieben geweht; aus diesem Grund konnten sich die Flammen in den Kiefern schnell ausbreiten.
Im Einsatz gewesen sind knapp 200 Feuerwehrmänner- und Frauen mit 70 Löschfahrzeugen und 29 Hilfsfahrzeugen der Feuerwehr. Von der Luft aus im Einsatz sind vier Löschflugzeuge des Typs Canadair sowie drei Helikopter.
Die Flammen konnten am Freitagvormittag eingedämmt werden. Dazu beigetragen haben offenbar auch das Abschwächen der Winde, sowie die hohe Feuchtigkeit, die derzeit in der Gegend herrscht.
Der Präfekt Zentralmakedoniens Apostolos Tzitzikostas hat am Donnerstag für die Gegend um den Ort Sarti den Notstand ausgerufen. Im Ort dominierten starke Rauchwolken. Die Behörden hielten einen Evakuierungsplan vom Wasser aus für Sarti für den Notfall bereit. Evakuiert wurden unterdessen 20 Einwohner des Ortes Kambos. Das gleiche gilt für Häuser, die auf den Bergen hinter Sarti gebaut worden sind; einige von ihnen seien den Flammen bereits zum Opfer gefallen. Sachschäden erlitt auch der Campingplatz Platanitsi, der nur zwei Kilometer südlich von Kavourotrypes liegt. Evakuiert wurden am Donnerstagmorgen bereits einige Schulen in der Gegend.
Die Polizei hat die Landstraße zwischen Vourvourou und Sykia aus Sicherheitsgründen gesperrt. Kraftfahrer werden darum gebeten, den Straßenabschnitt um Sarti zu meiden, um die Arbeit der Feuerwehr zu erleichtern.

Elisa Hübel

 

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