Keine mildernden Umstände für Leitung der neofaschistischen Chryssi Avgi

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Montag im Gerichtssaal während des Prozesses gegen die faschistische Partei Chryssi Avgi. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Montag im Gerichtssaal während des Prozesses gegen die faschistische Partei Chryssi Avgi.

Angesichts der Leitung der neofaschistischen Partei Chryssi Avgi (CA; dt.: „Goldene Morgenröte“) werden keinerlei mildernde Umstände zuerkannt. Eine Strafminderung wegen „guter Führung“ nach der Tat ist hingegen für vier ehemalige Parlamentarier der CA vorgesehen.

Mindernde Umstände werden auch Nikos Michos zuerkannt, der bereits 2017 aus der Partei ausgetreten war. Weiterhin soll bei acht der Angeklagten „nachpubertäres Verhalten“ für eine Strafminderung sorgen.
Das Mitglied des Europäischen Parlaments Ioannis Lagos, bis 2019 Mitglied der CA, sprach von „Vorurteilen gegen die Partei“. Am Montag nahm die Polizei zehn Personen fest, die vor dem Gerichtshof für Lagos demonstriert hatten, obwohl derartige Veranstaltungen verboten worden waren.
Zu erwarten ist eine lebenslange Haftstrafe für Jorgos Roupakias, der im September 2013 den Musiker Pavlos Fyssas, der der Linkszene angehörte, ermordet hatte. Für die Leitung der CA sind Haftstrafen zwischen fünf bis 15 Jahren vorgesehen. Das konkrete Strafmaß für die einzelnen Täter steht noch aus. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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