Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen hat ein griechisches Rettungsteam und eine Psychologin mit einem international anerkannten Preis nominiert. Ziel ist es, die Öffentlichkeit noch stärker für das Flüchtlingsproblem zu sensibilisieren.

Den diesjährigen Nansen-Flüchtlingspreis werden sich zwei griechische Ehrenamtliche teilen. Konstantinos Mitrangas und Efi Latsoudi wurden wegen ihrer Arbeit auf der Insel Lesbos für die Rettung und Beherbergung tausender Flüchtlinge stellvertretend für viele unermüdliche Helfer ausgewählt. Mitrangas ist Leiter eines ehrenamtlichen Rettungsteams. Die 2.000 Mann zählende Mannschaft rettet Flüchtlinge in Seenot. In den Jahren 2014 und 2015 hat das Team in 800 Einsätzen im offenen Meer vor den Inseln Lesbos, Samos und Kos mehr als 7.000 Menschen geborgen. Das Team besteht bereits seit dem Jahr 1979. Einsätze gab es außer in Griechenland auch in Afghanistan, Serbien, Haiti sowie in der Türkei.

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Den Verlautbarungen der italienischen Behörden zufolge sind als Folge des Schiffsunglücks mit der „Norman Atlantic“ in der Adria 12 Tote zu beklagen. Darunter seien auch zwei Griechen. Der für tot gehaltene und in der Schweiz lebende Grieche Jorgos Doulis wurde unterdessen als vermisst bezeichnet, nachdem sein Sohn die einen Leichnam nicht als den seines Vaters identifizieren konnte.

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Die Rettung von Passagieren vom Schiff „Norman Atlantic“ wurde heute abgeschlossen. Bis Mittag wurden nach Angaben der italienischen Behörden insgesamt 409 der insgesamt 478 Personen (inklusive Besatzung) evakuiert. 49 von ihnen wurden mit dem Schiff „Spirit of Piraeus“ im italienischen Hafen Bari sicher an Land gebracht.

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Das in Seenot geratene Frachtschiff „Baris“ (s. Foto) mit 700 Immigranten an Bord wird vermutlich am Mittwochmittag in Ierapetra auf Kreta eintreffen. In der Nacht von Montag auf Dienstag war es gegen 2.00 Uhr in internationalen Gewässern 20 bis 30 Seemeilen südöstlich vor der Küste Kretas havariert.

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