Startschuss für den Tourismus: Linkspartei kritisiert „Durcheinander“

  • geschrieben von  Elisa Hübel
Unser Foto (© Eurokinissi) entstand auf der Athener Akropolis. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand auf der Athener Akropolis.

Am Montag (15.6.) fiel der offizielle Startschuss für den Beginn der diesjährigen Tourismussaison in Griechenland. Zum ersten Mal landeten auf den Flughäfen der beiden größten Städte des Landes – Athen und Thessaloniki – Flugzeuge aus dem Ausland, ohne dass sich die Passagiere in eine zweiwöchige Quarantäne begeben mussten. Unter den knapp 30 „sicheren Herkunftsländern“ sind auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

 Corona-Tests werden bei Ankommenden aus diesen Ländern nur stichprobeweise durchgeführt. Regierungssprecher Stelios Petsas erklärte gegenüber Journalisten, dass diejenigen Personen, die getestet werden, einen Tag lang in einem Hotel ihrer Wahl bleiben müssen; sollte jemand infiziert sein, so müsse er eine 14-tägige Quarantäne absolvieren, bedauerte Petsas. Er fügte hinzu: „Priorität hat für uns der Schutz der öffentlichen Gesundheit.“ Bisher schnitt Griechenland, was die Verbreitung des Coronavirus angeht, relativ gut ab. 3.134 Personen infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie mit dem Virus; es sind 184 Todesfälle zu beklagen.

Petsas erklärte, dass alle griechischen Inseln mit Krankenhäusern auf dem Festland kooperieren würden. Die lokalen Gesundheitszentren seien landesweit mit Personal unterstützt worden. Hotels würden mit Ärzten zusammenarbeiten, die sich auf das Coronavirus spezialisiert haben. Der Sprecher stellte außerdem fest, dass seit dieser Woche erstmals wieder Unterkünfte geöffnet haben, die nur saisonal in Betrieb sind. Das gleiche gilt auch für Fitnesszentren und Museen.

Die griechischen Fluggesellschaft Aegean teilte mit, dass bis Mitte Juli etwa 1.000 Flüge pro Woche absolviert werden; ab August werde diese Zahl auf 1.600 erhöht. Katerina Notopoulou, die bei der Oppositionspartei SYRIZA für Tourismusfragen zuständig ist, sprach von einem „Durcheinander“ im Kulturministerium. Vor allem kritisierte sie, dass die Urlauber in Spe nicht ausreichend über die Formalitäten für eine Reise zu Corona-Zeiten informiert worden seien. Viel Geld sei hingegen für die Bewerbung des Tourismus verschwendet worden, so die Linkspolitikerin. (Griechenland Zeitung / eh)

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