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Montag, 29. März 2021 13:48

SoftGamings expandiert nach Griechenland

Der griechische Markt hat in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum bei Online-Spielen verzeichnet. Das Unternehmen SoftGamings sieht nun die Chance, eine griechische Lizenz zu erhalten. SoftGamings ist bereits seit 2007 in der Casino Branche aktiv und zählt heute zu einem der führenden E-Gaming-Entwickler. Das Unternehmen bietet seinen Kunden schlüsselfertige und White-Label Casino-Lösungen an. Mehr als 150 Top-Spieleanbieter werden unter einer einzigen Integration, Lizenzierung und mehr angeboten. Das Unternehmen hofft jetzt auch, eine Lizenz für den Eintritt in den griechischen Glücksspielmarkt zu erhalten.

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Online-Glücksspiel betrachten viele Regierungen argwöhnisch. Trotzdem schielt Griechenland aktuell auf eine Liberalisierung des Online-Gambling. Eine der Überlegungen lautet: Kann eine Legalisierung in diesem Sektor nicht dazu beitragen, den Haushalt zu sanieren? Was auf den ersten Blick für das Staatssäckel nach einem lukrativen Geschäft klingt, ist in der Praxis nicht so einfach umzusetzen. Wie schwer sich Regierungen mit einer akzeptablen und zukunftsfesten Regulierung in diesem Bereich tun, zeigt Deutschland. Man hat in der Bundesrepublik Jahre und mehrere Anläufe gebraucht, um für den Sommer 2021 ein neues Glücksspielrecht auf die Beine zu stellen. Kann Griechenland von Deutschland und dessen Fehlern etwas lernen?

Feste Rahmenbedingungen

Im Fall Griechenlands müssen offensichtlich mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Casino-Fans landen beispielsweise schnell bei unseriösen Angeboten. Sind Spielbanken im Offshore-Bereich angesiedelt, ist eine rechtliche Handhabe gegen sie extrem schwierig. Für Griechenland geht es auch um Gewinne. Wer die Anbieter aus einem Online Casino Test legalisiert, kann Steuern und Lizenzgebühren verlangen. Dass Griechenland über eine Öffnung des Marktes für legale und zuverlässige Anbieter nachdenkt, liegt u. a. auch an der grundsätzlich zunehmenden Digitalisierung, die vor allem während der Covid-19-Pandemie befeuert wurde. Zwar entsteht derzeit Hoffnung in der Tourismusbranche, doch die Digitalisierung in vielen Bereichen des Alltagslebens ist nicht mehr umzukehren. Ein weiteres Argument für die eventuelle Öffnung des Glücksspielmarktes dürften die nach wie vor maroden Staatskassen sein, die durch die Pandemie weiter unter Druck geraten sind. Anders als im Jahr 2015 droht dem Land aber nun kein Staatsbankrott.
Ähnlich der Situation in Deutschland will auch Griechenland Online-Spielbanken nicht einfach von der Leine lassen, es geht um einen klar vorgegebenen Rahmen. Medienberichte sprechen u. a. davon, dass die Einsätze pro Runde strickt gedeckelt werden (z. B. maximal zwei Euro je Spin), von fest vorgeschriebene Zeitlimits oder auch von Deckelungen bei Gewinnen. Anders als ein Deutschland, wo es keine entsprechende Regulierung gibt, könnte ein Casino Fan in Griechenland pro Spielrunde nicht mehr als 5.000 Euro gewinnen. Auf der anderen Seite spart sich der Mittelmeer-Staat dadurch das Einzahlungslimit.

Lizenzen und Werbung

Wo sich Internet-Spielbanken um eine Lizenz bewerben wollen, braucht es zuerst eines: Geld. Griechenlands Regierung will offensichtlich am Boom – der seit Jahren ungebrochen anhält – mitverdienen. Geht es ausschließlich um Casinospiele, will die Regierung in Athen eine Gebühr von zwei Millionen aufrufen. Noch mal eine Million teurer wird die Lizenz für Anbieter von Sportwetten (drei Millionen). Daher werden sich einige Online-Spielotheken wohl die Augen reiben, wenn sie von den Eintrittsbedingungen für den griechischen Markt erfahren. Seitens der Regierung in Athen werden noch ganz andere Register gezogen. Um überhaupt die Chance auf eine Lizenz zu bekommen, muss der Anbieter eine Kaution hinterlegen. Deren Höhe wird möglicherweise auf 500.000 Euro festgelegt. Was erwartet Online-Spielbanken noch noch? Der Geschäftssitz muss mindestens in der EU – im besten Fall aber in Griechenland liegen. Parallel dazu darf der Serverstandort nicht ins Ausland verlagert werden. Darüber hinaus setzt sich Griechenland für ein Werbeverbot ein.
Unterm Strich unterscheiden sich zwar die deutsche Lösung und der Ansatz aus Athen, die Szenarien für die Branche sind allerdings ähnlich: Wer sich nicht auf den Deal einlässt, droht, nach hinten durchgereicht zu werden. Speziell starke Marken werden versuchen, unter den Mantel einer legalen Lizenz zu schlüpfen. Sich auf eine Regulierung durch die Malta Gaming Authority, auf Gibraltar oder die Kanalinseln zu verlassen, wird in diesem Zusammenhang nicht mehr reichen. (hm)

Freigegeben in Chronik

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