Besorgnis der Seismologen über mögliches Erdbeben am Golf von Korinth

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Die Seismologen in Griechenland sind sich darin einig, dass das Erdbeben vom vorigen Freitag (19.7.) in Athen das Hauptbeben gewesen ist. Allerdings könnten noch in der kommenden Woche Nachbeben bis zur Stärke vier folgen.

Besorgt zeigen sich die Experten jedoch über die Möglichkeit eines großen Erdbebens im Golf von Korinth, wovon auch die Hauptstadt in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Die Nord- und die Südküste des Golfes entfernen sich pro Jahr um etwa 15 Zentimeter, was für entsprechende Spannungen sorgt. Konkret gilt die Sorge der Seismologen den Alkyonides-Inseln im Osten des Golfes. Dort lag das Epizentrum eines Erdbebens, das sich im Jahre 1981 ereignet hatte. Zwischen dem 24. Februar und dem 4. März war es damals zu drei heftigen Erdstößen gekommen, die eine Stärke zwischen 6,3 bis 6,7 auf der Richterskala erreichten. Zahlreiche Gebäude sind damals eingestürzt; 20 Menschen kamen ums Leben.
Der Seismologie-Professor der Universität Athen Konstantinos Markropoulos erinnerte daran, dass sich derartig starke Erdbeben in der Region von Korinth alle 40 bis 45 Jahre wiederholen: Es sei quasi „an der Zeit“ für eine derartige Erschütterung, warnte er.
Auch der Direktor des Geodynamischen Instituts Akis Tselentis warnt vor einem Erdbeben der Stärke sechs in der Region. Ein solches sei 30 Mal mehr zu spüren, als das Erdbeben der Stärke 5,1 auf der Richterskala vom Freitag: In der griechischen Hauptstadt seien bei einem solchen Szenario „erhebliche Sachschäden“ zu erwarten, so der Seismologe.
Etwas anderer Meinung ist hingegen der Präsident der Organisation für Antiseismischen Planung und Erdbebenschutz, Efthymios Lekkas. Er konstatierte, dass 80 Prozent der Gebäude in Athen einen Erdstoß der Stärke sechs auf der Richterskala aushalten würden. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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