Zehntausende Demonstranten haben am Sonntag am zentralen Syntagma-Platz in Athen demonstriert. Sie wollen u. a., dass die Bevölkerung über die Namensfrage der FYROM in einem Referendum entscheiden kann. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei; mehr als 30 Personen wurden verletzt.

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Mehrere Migranten wurden am Donnerstagabend bei einer Schlägerei im Hotspot auf der Insel Chios verletzt. Drei von ihnen mussten mit Verwundungen am Kopf und an den Beinen im örtlichen Krankenhaus behandelt werden. Lokale Medien auf der Insel berichteten, dass mindestens zwei Migranten durch Messerstiche verletzt wurden und dass es außer den drei, die ins Krankenhaus mussten, noch zahlreiche weitere Verletzte gegeben habe.
Darüber hinaus richtete die wütende Menschenmenge schwere Schäden an der Krankenstation des Hotspots sowie am Registrierungszentrum an. Die Polizei setzte Blendschockgranaten ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Hilfsorganisation „Ärzte der Welt“ kündigte am Freitagmorgen an, dass sie sich aus dem Hotspot zurückziehen werde. Nach Angaben der Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA waren zwei Gruppen von Migranten unterschiedlicher Nationalität aneinandergeraten.
Im Hotspot auf Chios sind nach Angaben griechischer Medien ungefähr 1.400 Migranten konzentriert. Sie sind alle nach dem Rücknahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei am 20. März in Hellas eingetroffen und sollen deswegen in die Türkei abgeschoben werden. Die Rückführungsaktionen werden laut Ankündigung der Europäischen Kommission am kommenden Montag beginnen.
Seit dem Abkommen werden die Hotspots als geschlossene Aufenthaltszentren betrieben. Entsprechend gereizt ist die Stimmung unter den Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens nach Griechenland gekommen sind und nun zurück geschickt werden sollen. Die Polizei hat bereits eine Verstärkung der Sicherheitskräfte auf den ostägäischen Inseln beschlossen. Insgesamt warteten auf den Inseln Chios, Lesbos und Samos am Freitag nach Medienangaben ungefähr 4.000 Menschen auf ihre Abschiebung in die Türkei – bei wachsenden Zahlen, denn jeder Neuankömmling nach dem 20. März soll zurückgeschickt werden. (Griechenland Zeitung / ak)


Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Donnerstag (31.3.) in einem Flüchtlingscamp bei Larissa in Mittelgriechenland. Integriert ist es in das Gelände einer Kaserne. Hier werden 1.500 Menschen betreut.

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Angesichts der Europawahlen am kommenden Sonntag nehmen die verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien deutlich zu. Premierminister Kostas Karamanlis erinnerte gestern in einem Interview mit dem Fernsehsender ALTER daran, dass die PASOK über den Funktionär Thodoros Tsoukatos Zahlungen aus den Schwarzgeldkassen von Siemens erhalten habe. Der PASOK-Vorsitzende Gorgos Papandreou stellte gegenüber den Fernsehkanälen Mega und ANT1 fest, dass die Regierung von den Schuldigen in der Siemens-Affäre „erpresst“ werde. Premier und Vorsitzender der Nea Dimokratia Karamanlis hat „nicht die Absicht zu gehen“ Premier Karamanlis erklärte gegenüber ALTER u.a.
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Griechenland/Athen. Zu Auseinandersetzungen kam es gestern im Bildungsministerium, nachdem etwa 100 Sportlehrer versucht hatten, in das Gebäude einzudringen. Ziel war ein Gespräch mit Bildungsminister Evripidis Stylianidis. Die Lehrer wollten mit dieser Aktion eine Festanstellung im öffentlichen Schuldienst durchsetzen. Insgesamt waren 1.
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Während der Ausschreitungen, die sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in Athen ereigneten, wurden 93 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt. Viele von ihnen brannten komplett aus. Darunter mehrere neuklassizistische Bauten, die unter Denkmalschutz standen, Hotels, Kinos, Geschäfte und Bankfilialen. In Mitleidenschaft gezogen wurden etwa 170 Unternehmen, sei es durch Brände, sonstige Beschädigungen oder Plünderungen. Die entstandenen Schäden werden auf eine zweistellige Millionenhöhe veranschlagt.
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