Montag, 17. Dezember 2018 13:35

Lesung; „Juni ohne Ernte – Distomo 1944“

Zum ersten Mal stellt Kaiti Manolopoulou stellt ihr Buch „Juni ohne Ernte – Distomo 1944“ aus dem Verlag der Griechenland Zeitung auch in Deutschland vor. Kaiti Manolopoulou schildert in diesem Buch auf eindringliche Weise das Massaker, das am 10. Juni 1944 als sogenannten „Vergeltungsaktion“ durch Soldaten der SS an den Einwohnern des Dorfes begangen wurde. Männer, Frauen und Kinder wurden umgebracht, das Dorf niedergebrannt.

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Am vergangenen Sonntag wurden die Opfer des Massakers von Distomo geehrt. Am 10. Juni 1944 waren Truppen der SS in das mittelgriechische Dorf eingedrungen und ermordeten 218 Einwohner, darunter 45 Kinder und Jugendliche sowie 20 Säuglinge. Anwesend bei der Gedenkveranstaltung in Distomo war auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Athen Jens Plötner, der einen Kranz hinterlegte.

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Am 10. Juni 1944 überlebte der damals vierjährige Argyris Sfountouris das Massaker von Distomo, das durch Soldaten der SS an den Einwohnern des mittelgriechischen Dorfes begangen wurde. Es ist leider nur ein Beispiel von vielen der Gräueltaten in Griechenland, doch der Zeitzeuge hat sich Zeit seines Lebens für Humanität und Gerechtigkeit eingesetzt und gemeinsam mit anderen Überlebenden gegen die Verweigerung von Entschädigung aus Deutschland geklagt.

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Donnerstag, 29. März 2018 15:53

Beschämt und nachdenklich

Während ich in der GZ Nr. 619 (14.3.2018) den Leserbrief meines Lehrerkollegen Dieter Dresen las, entstand bei mir das Bedürfnis, darauf zu reagieren. Vor vielen Jahren hatte ich nämlich oben in Kalavryta eine rührende Begegnung, wo mich – beschämt und nachdenklich auf dem Hang sitzend – ein paar alte Frauen in Schwarz, offenbar  Witwen vom Dezember 1943, ohne Schuldzuweisungen ansprachen und trösteten, als sie erfuhren, dass ich aus Deutschland kam. Auch in Distomo und in Anogia auf Kreta begegnete ich betroffenen Menschen, die ähnlich reagierten! 

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Mittwoch, 21. Februar 2018 17:04

Maria Pantiska - Distomo 1944

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Es wird zum Symbol, weckt Gefühle von Freude und Trauer und hält die Erinnerung an bedeutende Ereignisse wach, die zwar der Vergangenheit angehören, jedoch nicht aus unserem Gedächtnis schwinden sollten. Ein solches Bild zeigt die Gestalt von Maria Pantiska, die zum Symbol des Massakers von Distomo wurde, das am 10. Juni 1944 geschah. An diesem Tag ermordeten deutsche SS-Soldaten mehr als 200 Einwohner der boötischen Kleinstadt.

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