Schwierige Zeiten für staatlichen Elektrizitätskonzern DEI

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Energieminister Kostis Chatzidakis (m.). Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Energieminister Kostis Chatzidakis (m.).

Energieminister Kostis Chatzidakis hat in einem Interview gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA vor einem möglichen Black-Out der staatlichen Stromgesellschaft Griechenlands (DEI) gewarnt.

Sein wichtigstes Anliegen sei es, die DEI „zu retten“. Falls der Koloss „in sich zusammenbrechen“ sollte, dann würde „auch das Land einstürzen“, so die warnenden Wort des Ministers. Den Konsumenten sicherte er zu, dass sie bei der Konsolidierung der Elektrizitätsgesellschaft nicht zusätzlich zur Kasse gebeten würden; zudem müssten die Mitarbeiter des Unternehmens nicht befürchten, entlassen zu werden.
Der Vorgängerregierung warf er ein „Raster von falschen Entscheidungen“ vor. Das Unternehmen habe 2014 noch einen Gewinn von 90 Millionen Euro erwirtschaftet, so Chatzidakis. Unter der Regierung des Bündnisses der Radikalen Linken (SYRIZA) habe sich bis 2018 schließlich ein Schaden in Höhe von 600 Millionen Euro angehäuft. Der konservative Minister gab u. a. auch zu bedenken, dass das Unternehmen bei den erneuerbaren Energiequellen lediglich über einen Anteil von 2,9 % in Griechenland verfüge.
Um eine Lösung zu finden, favorisiere die jetzige konservative Regierung der Nea Dimokratia, der auch Chatzidakis angehört, eine Teilprivatisierung. Am 22. August soll zudem ein neuer DEI-Präsident eingesetzt werden. Ende September wird schließlich ein Bericht des internationalen Beratungsunternehmens Ernst&Young über die Tragfähigkeit der DEI erwartet. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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