Zehn griechische Politiker, deren Namen im Zusammenhang mit dubiosen Geschäftspraktiken des Pharmakonzerns Novartis genannt wurden, sollen sich einer parlamentarischen Voruntersuchung stellen.

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Im griechischen Parlament wetzen heute die einzelnen Fraktionen die Messer. Bei der Debatte, die den ganzen Tag über sowie einige Nachtstunden andauern wird, müssen die Abgeordneten entscheiden, ob gegen acht frühere Minister bzw. zwei Ministerpräsidenten eine Voruntersuchung eingeleitet werden soll: Im Zusammenhang mit der Affäre um den Pharmakonzern Novartis behaupten drei Kronzeugen, diese Politiker bzw. Ex-Politiker hätten sich bestechen lassen bzw. durch ihre Handlungen Novartis bevorteilt und dem Staat geschadet.

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Die 300 Parlamentarier Griechenlands sollen in der kommenden Woche darüber entschieden, ob für zehn ehemalige Spitzenpolitiker eine Voruntersuchungskommission einberufen wird. Es geht um die Aufklärung der Novartis-Affäre bzw. darum, dass Preise für Medikamente künstlich in die Höhe getrieben wurden.

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Der sogenannte Fall Novartis – eine mutmaßliche Bestechungsaffäre – sorgt in Hellas nach wie vor für Schlagzeilen und politische Konfrontationen. Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Montag vor der Fraktion seiner Partei (SYRIZA) die Einberufung einer parlamentarischen Untersuchungskommission vorgeschlagen. Diese solle herausfinden, inwiefern ehemalige Spitzenpolitiker Griechenlands schuldig sein könnten. Konkret handelt es sich um zwei ehemalige Ministerpräsidenten und acht Minister, die zwischen 2006 und 2015 im Amt waren.

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Viele griechische Medien sprechen mittlerweile von einem „politischen Sturm“. Auslöser ist das Pharmaunternehmen Novartis. Im vergangenen November haben zwei Zeugen eine Aussage zu Protokoll gegeben, die von Schmiergeldern an Politiker berichten, am Sonntag wurde das noch von einem Dritten bestätigt. Diese Drei stehen unter Zeugenschutz. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungsakten am Dienstag dem Parlament übergeben.

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