Große Investitionen aus dem Reich der Mitte in Griechenland Tagesthema

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Große Investitionen aus dem Reich der Mitte in Griechenland
China will seine Präsenz in Griechenland festigen und weiter ausbauen. Das bestätigte der chinesische Ministerpräsidente Li Keqiang zu Anfang seines dreitägigen offiziellen Griechenlandbesuches, der am Donnerstag begann. Oberste Priorität haben dabei Investitionen im Hafen von Piräus (OLP). China, das bereits in den dortigen Container-Hafen investiert hat, sieht dort das Tor Asiens nach Europa. Derzeit läuft eine Ausschreibung für die Verpachtung von 67 % von OLP noch im laufenden Jahr.
hr. Außer China bewerben sich darum weitere vier Investoren. Chinesische Fondsmanager sind zudem daran interessiert, 55 % der Anteile des Athener Internationalen Flughafens „Eleftherios Venizelos" zu erwerben. Interesse besteht auch am Airport von Kastelli bei Heraklion auf Kreta. Dieser Insel im Süden Griechenlands will Li Keqiang gemeinsam mit seinem griechischen Amtskollegen Antonis Samaras auch einen Besuch abstatten. Begleitet werden die beiden Politiker auf dieser Reise von ihren Ehefrauen.
Insgesamt wollen die beiden Länder 19 Vereinbarungen unterzeichnen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 6 Milliarden Euro. Dazu zählen u. a. auch der Export von Marmor und Wein ins Land der Mitte. Andererseits sollen griechische Schiffe auf chinesischen Werften gebaut werden. Das chinesische Unternehmen Fosun hat zudem Interesse an der Nutzung des Geländes des ehemaligen Athener internationalen Flughafens von Elliniko angemeldet. Des Weiteren hat der chinesische Ministerpräsident angekündigt, dass sein Land in griechischen Anleihen investieren werde. Damit stelle China unter Beweis, dass es Vertrauen in der griechischen Wirtschaft hat. Li Keqiang wird am morgigen Samstag zurück nach China reisen.

(Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi. Die Aufnahme zeigt die beiden Politiker Li Keqiang und Samaras mit ihren Ehefrauen auf der Athener Akropolis.)

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