Schwere Regenfälle am Wochenende – Sturmtief Antinoos zieht heran Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Wochenende an einem Strand bei Athen, der aufgrund des schlechten Wetters leer blieb. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Wochenende an einem Strand bei Athen, der aufgrund des schlechten Wetters leer blieb.

In Griechenland spielt das Wetter verrückt. Von Montag bis Mittwoch (15. bis 17.7.) zieht eine neue Schlechtwetterfront über das Land, die auf den Namen „Antinoos“ getauft wurde.

Es werden Regen, Gewitter und zum Teil Hagel erwartet. Regnen wird es Montag vor allem in den Bergen in Nord- sowie in Mittelgriechenland, aber auch in Attika. Am Dienstag werden die Regenfälle vor allem auf der Peloponnes niedergehen, sie sollen von Hagelschlägen begleitet werden. Außerdem werden stürmische Winde erwartet. Am Mittwoch soll Antinoos langsam abklingen: Regen wird dann noch für Mittelgriechenland und Kreta gemeldet. Ab Mittwochnachmittag soll sich das Wetter wieder verbessern.
Die Sturmtiefs werden in Griechenland meist nach Personen aus dem antiken Griechenland benannt. Antinoos wurde in der Odyssee als einer der Freier Penelopes bekannt.
Bereits am Wochenende war es im Nordwesten der Peloponnes bzw. im Südwesten des Festlandes zu schweren Unwettern gekommen. Es entstanden Sachschäden. In der Gegend um Nafpaktos und Patras mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag 55 Personen von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden; es hatte die ganze Nacht über zum Teil stark geregnet. In einem Tunnel der Autobahn „Ionia Odos“ in Mittelgriechenland, ereignete sich ein Erdrutsch: 20 Personen wurden von den Feuerwehrmännern- und Frauen geborgen. In der Gegend Agios Panteleimonas in der Nähe von Patras mussten vier Personen von einem Camping-Platz gerettet werden. Bei Drepano in der Region Achaia auf der Peloponnes mussten etwa 1.000 Personen aus einer Konzerthalle evakuiert werden, weil ein naheliegender Winterflusses über die Ufer getreten war, wodurch die Sicherheit im Gebäude nicht mehr gewährleistet werden konnte.
Unterdessen ist am Sonntag ein Buschbrand im Nationalpark von Oiti in Mittelgriechenland ausgebrochen; verursacht wurde er offenbar durch einen Blitzschlag. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit konnten sich die Flammen nicht weiter ausbreiten, und der Brand konnte schnell unter Kontrolle der Feuerwehr gebracht werden.
Bereits in der vorigen Woche waren sieben Menschen durch ein Unwetter auf der Chalkidiki in Nordgriechenland ums Leben gekommen.
(Griechenland Zeitung / eh)

 

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