Tsipras erhält zahlreiche Gratulationen zum Wahlsieg

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Tsipras erhält zahlreiche Gratulationen zum Wahlsieg

Zahlreiche Politiker und Regierungschefs haben Ministerpräsident Alexis Tsipras bereits in den ersten Stunden nach seinem Sieg gratuliert, den er am Sonntag bei den Parlamentswahlen verzeichnen konnte.


Unter den ersten Gratulanten waren der französische Staatspräsident Francois Hollande, der österreichischer Bundeskanzler Werner Faymann und der Präsident des Europäischen Parlamentes Martin Schulz. Hollande hat zudem den Wunsch zum Ausdruck gebracht, Athen in den kommenden Wochen einen offiziellen Besuch abzustatten.
Per Telegramm hat auch der russische Ministerpräsident Wladimir Putin dem Wahlsieger seine Glückwünsche übermittelt. Er verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die griechisch-russische Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Energie fortgesetzt werde.  
Zu den Gratulanten gehörte auch Zypernpräsident Nikos Anastassiadis. Er sprach sich u. a. auch für eine Lösung der Zypernfrage aus. Ein weiterer Gratulant war der politische Führer des türkischsprachigen Nordteils Zyperns Mustafa Akinci. Er stellte fest, dass Stabilität in Griechenland auch deshalb wichtig sei, damit eine tragfähige Lösung für den seit 1974 in einen Süd- und einen – seither von türkischen Truppen besetzten – Nordteil der Insel gefunden werden könne.
Nach den erfolgten Glückwünschen dürften viele europäische Amtskollegen nun vor allem von Tsipras erwarten, dass er das dritte Spar- und Reformpaket (Memorandum) so schnell wie möglich in die Tat umsetzt. In seiner Wahlkampagne hat er mehrfach für eine Abänderung oder Streichung einzelner Paragraphen plädiert. Inwiefern das möglich ist, dürfte sich in den kommenden Tagen und Wochen erweisen. Zufrieden dürften viele EU-Politiker vor allem darüber sein, dass das neue griechische Parlament vor allem aus pro-europäischen Parteien besteht. Lediglich die kommunistische KKE und die faschistische Chryssi Avgi steuern einen antieuropäischen Kurs.

Elisa Hübel

Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Alexis Tsipras in der Nacht von Sonntag auf Montag in einer Ansprache vor seinen Anhängern am Athener Klathmonos Platz (wörtlich: Platz der Tränen).

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