Scharfe Kritik am Koalitionspartner der griechischen Regierung

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Scharfe Kritik am Koalitionspartner der griechischen Regierung

Zu einem verbalen Disput ist es am Montag zwischen dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz und dem kleineren Koalitionspartner der Regierung Tsipras, den „Unabhängige Griechen“ (ANEL), gekommen.

In einem Interview gegenüber dem französischen staatlichen Hörfunkprogramm France Inter brachte Schulz sein Unverständnis zum Ausdruck, dass der wiedergewählte Ministerpräsident Griechenlands Alexis Tsipras abermals mit der ANEL koalieren wolle. Dabei bezeichnete er die ANEL eine „komische“ und eine „rechtsradikale Partei“.
ANEL-Chef Panos Kammenos sprach daraufhin von einer „Respektlosigkeit“, mit der Schulz „in die innerpolitischen Angelegenheiten Griechenlands eingreift“. Weiterhin erklärte Kammenos, dass seine Partei nicht rechtsradikal sei. Die Sozialdemokratische Partei Europas, der Schulz angehört, hatte sich wiederholt für eine Zusammenarbeit zwischen dem Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) von Tsipras mit der sozialistischen PASOK und der liberalen „To Potami“ ausgesprochen. (Griechenland Zeitung / eh)

 
Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 23. Juni in Brüssel während eines Treffens von Schulz mit der PASOK-Vorsitzenden Fofi Gennimata.

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