Langsam aber sicher kehrt der Alltag in Griechenland zurück Tagesthema

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Der Lockdown geht in Griechenland seinem Ende entgegen; endgültig ausgestanden ist die Sache allerdings noch nicht. Regierungssprecher Stelios Petsas stellte fest, dass die ersten beiden Wochen der schrittweise aufgehobenen Ausgangsbeschränkungen gut verlaufen seien. Die neuen Corona-Fälle seien im Durchschnitt weiter zurückgegangen. Er fügte hinzu, dass sein Land nun vor allem auch die Möglichkeit habe, mehr Tests nach dem gefährlichen Virus durchzuführen; was erfolgreich praktiziert werde. Petsas lobte, dass sich die meisten Bürger angesichts der Lage nach wie vor sehr verantwortungsvoll verhalten würden.

Ein nächster wichtiger Meilenstein werde am kommenden Montag (25.5.) gelegt. Dann dürfen auch die Restaurants wieder Gäste empfangen. Diese haben die Möglichkeit, die Anzahl ihrer Tische und Stühle um 100 Prozent zu erhöhen, wenn das in Außenräumen durchführbar ist; gleichzeitig sollen dafür die fälligen Gemeindesteuern um 50 Prozent reduziert werden.
Den Berechnungen der Regierung zufolge dürften zwischen dem 4. und dem 25. Mai in Griechenland 197.000 Unternehmen wieder öffnen. Das seien immerhin 65 Prozent derjenigen Betriebe, die während der Ausgangsbeschränkungen schließen mussten. 532.000 Angestellte würden in diesem Zeitraum wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, teilte Petsas mit.
In den kommenden Tagen werde auch ein Plan für den Tourismus vorgestellt. Nach wie vor wird es Nicht-Europäern nicht gestattet sein, nach Griechenland einzureisen.
Im Moment stehe noch nicht fest, wann und ob überhaupt die Grundschulen in diesem Schuljahr noch einmal öffnen würden. Als Stichtag wurde bisher der 1. Juni genannt. Am Montag (18.5.) war nach der zweimonatigen Schließung der erste Schultag für Schüler der höheren Klassen. Eine Woche zuvor hatten die Abschlussklassen des Lyzeums zum ersten Mal wieder die Bänke gedrückt. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass man nicht wieder dazu genötigt sein werde, Schulen zu schließen. Eine solche Eventualität bestehe allerdings nach wie vor, falls es zu einer zweiten Welle des Corona-Virus kommen sollte.
Am Montag öffneten zum ersten Mal nach dem Lockdown auch die archäologischen Stätten wieder. Aus diesem Anlass besucht Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou gemeinsam mit Kulturministerin Lina Mendoni die Athener Akropolis. Die Präsidentin konstatierte, dass es sich um einen fast symbolisch anmutenden Zufall handle, da an diesem Tag auch der Internationale Museumstag gefeiert werde. (Griechenland Zeitung / red)

 

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