Ein Angriff auf die Polizeistation in der Nähe des zentralen Athener Omonia-Platzes mit mindestens 40 Molotow-Cocktails, der sich am Montagabend ereignete, hat in Griechenland zu einer heftigen politischen Debatte geführt.
Am Dienstag besuchte Bürgerschutzministerin Olga Gerovassili die betroffene Polizeiwache. Sie stellte fest: „Wir sind entschlossen, all diese Probleme zu bekämpfen.“ Zudem räumte sie ein, dass es sich bei der Gegend rund um den hauptstädtischen Omonia-Platz, um ein „sensibles Viertel“ mit vielen Problemen handle.

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Möglicherweise federführende Mitglieder der linksradikalen Gruppierung „Rouvikonas“ wurden am Montagmorgen festgenommen. Anlass für das Vorgehen der Polizei war das unbefugte Eindringen von rund 30 Personen auf das Gelände des Ministeriums zum Bürgerschutz in Athen. Sie haben auf Flugblättern ihre Solidarität mit dem Terroristen Dimitris Koufontinas zum Ausdruck gebracht, der sich seit Ende Mai im Hungerstreik befindet, um einen Hafturlaub durchzusetzen. Der Ex-Terrorist war führendes Mitglied der berüchtigten Terrorgruppe „17. November“.

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Bürgerschutzminister Nikos Dendias will das Bild der Athener Innenstadt verändern und das Land vor illegalen Immigranten „schützen“. Das sagte er am Donnerstag gegenüber Journalisten nach einem Treffen mit Ministerpräsident Antonis Samaras. Letzteren hat Dendias über die Fortschritte des Programms mit dem Code-Namen „Xenios Zefs“ (Gastfreundlicher Zeus) informiert. Vorgesehen ist die Verhaftung und anschließend Repatriierung von Immigranten, die keine gültige Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Als Auffanglager dienen vorläufig Polizeischulen im ganzen Land.
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Donnerstag, 15. Juli 2010 16:45

„Aktionen in Athen“ P

Griechenland / Athen. Unter dem Titel „Aktionen in Athen“ stellte eine Arbeitsgruppe des Ministeriums für Bürgerschutz am Mittwoch Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Hauptstadt und zur Gewährleistung der Sicherheit von Bürgern und Besuchern vor. Die „Aktionen“ betreffen sieben Kernbereiche: Schwarzmarkt, illegale Einwanderer, Betrieb von Lokalen und Gaststätten, Drogenhandel, Prostitution, Obdachlose sowie problematische (baufällige, verwahrloste, besetzte oder illegal als Wohnraum an Ausländer vermietete) Gebäude. Der Entwurf soll in den nächsten Tagen dem Kabinett vorgestellt werden.
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