Am vergangenen Sonntag wurden die Opfer des Massakers von Distomo geehrt. Am 10. Juni 1944 waren Truppen der SS in das mittelgriechische Dorf eingedrungen und ermordeten 218 Einwohner, darunter 45 Kinder und Jugendliche sowie 20 Säuglinge. Anwesend bei der Gedenkveranstaltung in Distomo war auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Athen Jens Plötner, der einen Kranz hinterlegte.

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Am 10. Juni 1944 überlebte der damals vierjährige Argyris Sfountouris das Massaker von Distomo, das durch Soldaten der SS an den Einwohnern des mittelgriechischen Dorfes begangen wurde. Es ist leider nur ein Beispiel von vielen der Gräueltaten in Griechenland, doch der Zeitzeuge hat sich Zeit seines Lebens für Humanität und Gerechtigkeit eingesetzt und gemeinsam mit anderen Überlebenden gegen die Verweigerung von Entschädigung aus Deutschland geklagt.

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Eine Dokumentation über die schrecklichen, schmerzenden Erinnerungen an die Gräueltaten der deutschen Besatzung von Matthaios Frantzeskakis. Fünf Zeitzeugen, die das Massaker im kleinen Dorf Kakopetros bei Chania überlebten, erzählen, was an diesem regnerischen Montag Unfassbares passiert ist.

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Mittwoch, 21. Februar 2018 17:04

Maria Pantiska - Distomo 1944

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Es wird zum Symbol, weckt Gefühle von Freude und Trauer und hält die Erinnerung an bedeutende Ereignisse wach, die zwar der Vergangenheit angehören, jedoch nicht aus unserem Gedächtnis schwinden sollten. Ein solches Bild zeigt die Gestalt von Maria Pantiska, die zum Symbol des Massakers von Distomo wurde, das am 10. Juni 1944 geschah. An diesem Tag ermordeten deutsche SS-Soldaten mehr als 200 Einwohner der boötischen Kleinstadt.

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Am Sonntag, den 3. Oktober 1943 umstellten Angehörige der Gebirgstruppe „Edelweiß" im Rahmen einer so genannten „Sühnemaßnahme" das griechische Bergdorf Lyngiades. Alle Einwohner - Männer, Frauen, Kinder und Greise - wurden zuerst auf dem Dorfplatz zusammengetrieben und danach in die Keller einiger Häuser gejagt und niedergeschossen. Nach Abschluss dieser „Sühneaktion" haben die Gebirgsjäger das Dorf angezündet, und wer nicht tödlich getroffen war, verbrannte in den Trümmern. Lyngiades ist durch die - bei einem Staatsbesuch in Griechenland im Februar 2014 - von Bundespräsident Gauck geäußerte Bitte um Vergebung auch in der Bundesrepublik bekannt geworden. Christoph Schminck-Gustavus von der Universität Bremen hat 1990 die fünf letzten Überlebenden des Massakers gefunden, ihre Berichte aufgezeichnet, Archive gesichtet und ein Buch darüber geschrieben, das an dem Abend mit Lichtbildern vorgestellt werden soll. Die Veranstaltung wird von der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Düsseldorf e.V. organisiert. (GZkas)

Zeit und Ort: Freitag, den 3. Juni 2016 um 19.30 Uhr im Vortragssaal der BRÜCKE, Raum 307, Kasernenstraße 6, Düsseldorf.

Infos: www.de-gr-gesellschaft.com

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